DANKE Robert. Oder hieß er Norbert? Na, auf jeden Fall habe ich letzte Woche mehrfach mit ihm telefoniert, dem freundlichen Mitarbeiter eines sehr edlen vegetarischen Restaurants, wo ich vor 3 Monaten einen Tisch für letzten Samstag reserviert hatte, als Geburtstagsgeschenk für meinen Liebsten. Leider sind die dermaßen lange ausgebucht, dass wir „nur“ einen Platz zum Mittag bekamen.

Ein erster zaghafter Anruf am Mittwoch ließ etwas Hoffnung aufkeimen. Von 22 auf der Warteliste auf den Abend, waren wir Platz 2. Robert, oder Norbert, war sehr nett. Unerwartet nett für so einen Edelschuppen (Sonja, hast Du Vorurteile?) und meinte, am Freitagmittag könne er mir mehr sagen, weil ja doch gerade Omikron um sich greife. Des einen Freud, des andern Leid. So seine Worte.

Am Freitagmittag also wieder mit Robert telefoniert, leider noch immer Platz 2. Gegen 17.00 wäre die letzte Chance, weil ja die Gäste 24 Stunden vorher kostenfrei stornieren könnten.

Du ahnst es. Um 17.30 hatte sich die Liste noch immer nicht bewegt. Ich bedankte mich also freundlich, wie schon die letzten Tage und dass wir uns dann freuen zu Mittag dort zu essen. Also in München, was eine entsprechende Anreise und Logistik erfordert.

Ich nahm es also als gegeben hin, ging ins Aquapower und als ich zuhause meine Tasche aus- und die fürs Wochenende wieder einpackte, sah ich eine Münchner Nummer auf dem Handy aufblinken. Mein Herz hüpfte vor Freude und es war: Robert! Mit guten Nachrichten für mich um 19.55 Uhr! Es gab noch eine Stornierung und wir dürften doch abends zum Essen kommen.

Was für eine Freude.

Und dann dachte ich so darüber nach, dass ich so sicher nicht immer agiert hätte. Früher hätte ich sicher versucht ihn zu bequatschen, bisschen betteln, es ist ja ein Geburtstag, gutes Trinkgeld versprechen, blabla, was man halt so macht wenn man etwas auf Biegen und Brechen erreichen möchte.

Ich glaube insgeheim, dass der 1. Platz auf der Warteliste da noch immer stand. Weil ich aber so freundlich war und es einfach akzeptierte, dass wir dann eben mittags gehen, hat er uns den freien Tisch doch gegeben. So meine Vermutung.

Es ist nicht einfach, die Dinge immer so zu nehmen, wie sie gerade sind. Ob es jetzt ein Luxusproblem ist, im Restaurant abends, statt mittags zu essen oder etwas nicht so funktioniert wie Du es Dir vorgestellt oder vorgenommen hast. Gelassen zu bleiben und nehmen was ist, das Leben, den Tag, die Situation. Das fühlt sich gut an und das ist es, was wir im Yoga üben. Auf der Matte oder auch außerhalb.

PS: es hat sich absolut gelohnt. Der Abend war zauberhaft, das Essen ein Traum und über die Rechnung denke ich einfach nicht mehr nach 😊

PPS: Robert war leider am Samstag nicht da, sonst hätte ich mich sehr gerne bei ihm persönlich bedankt.